Re: Federlein fein


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Abgeschickt von Yeti am 27 April, 2005 um 21:59:11:

Antwort auf: Re: Progression von ~Clemens am 27 April, 2005 um 17:03:58:

: Hallo Clemens,

in meinem Beitrag wollte ich ausschließlich die Progressivität von Federn erklären. "Ich habe hoffentlich nichts vergessen" was diese Zusammenhänge betrifft, "so isch des gmoint gwä". Alles Drumherum hätte nur verwirrt.
Den Ablauf der zunehmenden Progressivität hast Du richtig verstanden, nur geht es nicht um die Anregung durch den Nocken, sondern einzig um die Eigenschaften der Feder selbst. Die schaukelt nämlich wie besoffen. Ich habe das in meiner MAN-Zeit am Schiffsdiesel gesehen: 52cm Bohrung, 74cm Hub, kettengetriebene obenliegende Nockenwelle und Kipphebel. Bei 125 U/min der Nockenwelle konnte man 2mal pro Sekunde schön sehen, wie die Federn von etwa 25 – 30 cm Ø (?, 40 Jahre her) in den Windungen regelrecht torkelten. Nett. Hochgeschwindigkeitsaufnahmen am PKW-Motor zeigten die gleiche Erscheinung, nur „etwas“ schneller.

Die Steigung der Ventilfedern verändert sich kontinuierlich, anders geht das dort gar nicht, denn es handelt sich ja nur um etwa 6 oder 7 federnde Windungen. Trotzdem wurden sie meist von der Mitte nach beiden Seiten enger, um in der Einbaulage frei zu sein. Andernfalls: Weite Windungen zum Federteller hin.

Variable Windungs-Ø: Gab oder gibt es als Tonnenfedern im Fahrzeugbau. Für mich Motorenmenschen sind/waren andere Variable ein Thema: Kegelige Ventilfedern mit dem kleinen Ø natürlich oben. An sich wird bei der Schwingungsrechnung das halbe Federgewicht der Ventilmasse zugerechnet. Bei den kegeligen Federn diskutieren die Rechner (noch?), ob ein noch kleinerer Anteil dafür in Frage kommt. Weiterer Vorteil: Der Federteller wird minimalistisch. Ich weiß, daß bei den MB-Vierventil-PKW-Dieseln, also ab etwa 1992, ausschließlich solche Federn in Serie sind.
Ich hoffe Dich mit variablem Windungs-Ø richtig verstanden zu haben, denn veränderlicher Draht-Ø, da würden die Federhersteller einen für verrückt erklären, meine ich. Ich sehe da auch keinen Vorteil darin. Was u.a. die MB-CDI-Motoren enthalten sind Federn aus ovalem Draht, der in Einbaulage niedriger ist als breit. Damit haben die Federhersteller schon genug Nüsse zu knacken. Das wird wegen der Spannungsverteilung gemacht.
Bei der gestuften Progressivität der Nachrüstgabelfedern, also ein Teil der Windungen enger als der Rest, kann es Dir passieren, daß die engen Windungen schon alle anliegen, wenn Du auf dem Mopped sitzt. Dann hat es sich mit Progressivität im Fahrbetrieb.

Hab ich es jetzt ungefähr? Gruß Yeti.



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