Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Die Zylinderköpfe sind nun zurück. Die Ventilsitze wurden nachgesetzt und die Führungen gekürzt. Nun passt es mit dem Abstand der Ventile untereinander und dem Hub bis zur Führung.
Der Quetschspalt ist leider auf einer Seite noch nicht ganz passend (ca. 0,2-0,3mm zu groß) und der Abstand der Ventile zum Kolben ist auch noch zu klein (zwischen 0,3mm und 1mm). Der große Hub der Nockenwelle macht es einem nicht leicht. Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Köpfe schon montiert und wieder demontiert habe. Wenn ich dafür den Arbeitslohn zahlen müsste, wäre ich arm.
Da kann ich gut verstehen, dass ein Motor mit gut aufeinander abgestimmten Teilen jede Menge Geld kostet.
Also erstmal die Ventilaschen in Kolben nacharbeiten, alles nochmal prüfen und auslitern. Dann ggf. nochmal den Spalt anpassen, was dann zur Folge hat, dass danach nochmal der Abstand der Ventile zum Kolben geprüft/nachgearbeitet werden muss.
Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Die Ausnehmung in der Kolbentasche wurde angezeichnet und erstmal partiell die Vertiefung mit einem Dremel eingebracht. Der Durchmesser musste auch angepasst werden.
Der Abstand ist schon deutlich besser, aber man sieht, dass der innere Bereich noch nicht passte. Die Knete ist dort sehr dünn gewesen
Daher habe ich mich entschlossen die Kolbentasche komplett auf die gleiche Höhe zu bringen und ggf. auf ein wenig Verdichtung zu verzichten.
Damit sieht das dann schon sehr gut aus. Beim Einlassventil muss der Durchmesser noch etwas vergrößert werden.
Jetzt noch die andere Seite .... dann ist wieder ein kleiner Schritt geschafft.
Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Lange her, dass es ein Update gab. Bin fast ein 3/4 Jahr nicht mehr dazu gekommen weiter zu machen.
Der Block ist in den Rahmen gewandert und prompt haben sich die nächsten Probleme ergeben. Die Zündspulen stoßen an den höher gelegten Motor. Es hat mich 1 Tag gekostet die richtige Position zu finden und einen Halter dafür zu machen.
Der Motor ist ausgelitert und die Quetschspalte angepasst. Daher konnte ich nun die restlichen Arbeiten an den Zylindern und Kolben starten.
Die Vertiefungen für die O-Ringe mussten nachgesetzt werden. Ich wollte das zuerst machen lassen, habe mich aber dann doch getraut die Selbstbau-CNC-Fräse anzuschmeißen. Es hat zwar mal wieder einiges an Zeit gekostet, die Mitte der Löcher anzufahren und dann sich vorsichtig ranzutasten, aber am Ende ist das Ergebnis gut geworden und .... mal wieder etwas selbst gemacht.
Vorne im Bild die nachfräste Nut und hinten noch die Alte.
Über die Weihnachtstage habe ich mir ein paar kleine Aufnahmen gemacht, um die Kolben unterhalb des Ölabstreifringes nachzuarbeiten. Da gibt es im 2V-Forum einige Threads zu. Wahl macht das wohl, um den Ölverbrauch zu reduzieren.
Da meine Drehbank nicht ganz rund läuft und der Kunststoffteller nicht das Optimale ist, hat das Ausrichten der Kolben mal wieder die meiste Zeit in Anspruch genommen.
Jetzt müssen noch die zusätzlichen Löcher rein. Dafür war der Tag aber zu kurz. Die Aufnahme scheint aber zu passen. Der Kkolben steckt 20° gekippt in der Aufnahme, damit der Bohrer dann rechtwinkelig sitzt.
Ich hoffe, das nächste Update dauert nicht mehr sooo lange.
Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Die Löcher sind nun am Kolben angebracht.
Aber es kam wie es kommen musste. Beim letzten Loch bricht der 2mm Bohrer zum vorbohren ab. Beim Versuch an dem überstehenden Ende den Bohrer herauszudrehen ist auch der Überstand noch abgebrochen. Mist.
Ich habe dann versucht daneben ein weiteres Loch zu bohren, um den Alten rauszubekommen. Aber der hat sich scheinbar an dem Rest verhakt und ist auch abgebrochen.
Mit dem Dremel hab ich dann den Bohrer so gut es ging rausgeschliffen und dann das Loch per Laserschweißen verschließen lassen. Das hat sehr gut geklappt und hat mich gerade mal 15€ gekostet.
Anschließend noch ein wenig drübergeschliffen und dann nochmal die Gewichte der Kolben angepasst.
Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Danke Gerd.
Nachher ist man immer schlauer.
Der Bohrer war scheinbar nicht mehr scharf genug und hatte zu viel Hitze etwickelt. Ich dachte eigentlich, dass der Bohrer gerade durch das Material war. Aber dann ist er abgebrochen. Wahrscheinlich wäre Bohrmilch eine gute Idee gewesen oder den Bohrer doch nochmal aus dem Loch zu nehmen und zu reinigen und die Temperatur sinken lassen.
Tja .... Shit happens .... und es mach ja auchmal Sinn über etwas zu berichten, was schief gegangen ist. Sonst meint nacher jeder, dass immer alles reibungslos klappt.
Bin gerade an einer Aufnahme um den Kopf unter 30° auf die Fräse zu packen. Mehr demnächst.
Re: Aus dem Mystk Racer wird ein Schweizer Taschenmesser
Ich werde das Loch weglassen. Die Abstände zwischen den Löchern sind nicht so groß. Wenn ich weiter nach außen gehe, wird es schwieriger durch die Seitenwand des Kolbens zu kommen. Es müßte ein längeres Loch gebohrt werden, um durch die Wand zu kommen.
Es sind nun mindestens doppelt soviele Löcher wie vorher drin und die Fase ist auch länger. Das sollte auf jeden Fall besser sein.
Hier ein Bild der geplanten Aufnahme für den Kopf. Der Drucker läuft. Bin gespannt ob es klappt.
Hintergrund: Die Auflage des Federtellers ist an einem Ventil sehr uneben und ich möchte die Fläche nachfräsen. Wenn das mit der Aufnahme nicht klappt, wird es mit dem Dremel begradigt.